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Wissenswertes über die Hansestadt Lübeck


Geschichte Lübecks:


Lübeck wurde im Jahre 1159 durch den Herzog Heinrich den Löwen (Denkmal vor dem Dom) gegründet und entwickelte sich durch seine günstige Lage bald zur führenden Handelsstadt im nördlichen Mitteleuropa. Wie eine "Spinne im Netz" befand sie sich im Mittelpunkt eines Bundes von reichen Handelsstädten von Belgien bis ins Baltikum - der Hanse (Auch heute schmückt sich Lübeck gern mit diesem Attribut, z.B. lautet das Autokennzeichen "HL" = "Hansestadt Lübeck"). Dieser Bund war so mächtig, dass selbst die Könige Dänemarks und Schwedens sich unterwerfen mussten.



Mit der Entdeckung Amerikas begann der allmähliche Niedergang dieses Bundes, jedoch blieb Lübeck weiter eine wohlhabende Stadt, vor allem durch den Weinhandel. Der endgültige Niedergang kam mit der Eingliederung in das französische Kaiserreich Napoleons (1809 - 1813). Erst mit der Neugründung des Deutschen Reiches verbesserten sich die Verhältnisse - vor allem durch die Industrialisierung. Diese neue erfolgreiche Phase wurde jedoch durch den 2.Weltkrieg beendet. So war Lübeck die erste Stadt Deutschlands, die einen schweren Bombenangriff erleiden musste, bei dem etwa 28% der Altstadt zerstört wurden. Dieser Angriff galt als "revenge for Coventry", das zuvor von deutschen Flugzeugen zerstört worden war. In der Nachkriegszeit litt Lübeck ganz besonders unter der deutschen Teilung, weil die ehemalige Grenze der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) mit Stacheldraht und Minenfeld direkt am östlichen Stadtrand verlief und Lübeck so sein Hinterland verlor. Deshalb war 1990 die Freude über die Wiedervereinigung Deutschlands in Lübeck besonders groß.


Bedeutung der Stadt heute:


Neben Industrie im Bereich der Sicherheits- und Medizintechnik ist vor allem der Fährhafen nach Skandinavien von großer Bedeutung. Daneben ist die Stadt ein kulturelles und touristisches Zentrum in Norddeutschland, wobei die Musik einen deutlichen Schwerpunkt bildet. Hier sind vor allem die international bekannte Musikhochschule und das Zentrum des ebenfalls bedeutenden Schleswig-Holsteinischen Musikfestivals zu nennen. Auch ist Lübeck Sitz einer medizinischen Universität und einer Fachhochschule. Von größter Bedeutung ist jedoch die historische Altstadt, die 1987 gemeinsam mit Venedig zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde, mit einer Reihe bekannter Baudenkmäler seit dem Mittelalter (Holstentor, 5 Stadtkirchen mit der Silhouette der "7 türme", Rathaus, Heiligen-Geist-Hospital, viele Bürgerhäuser aus allen Epochen).



Bekannt ist die Stadt auch durch die drei (3) Nobelpreisträger, die alle auch Museumshäuser in der Stadt haben: Am bekanntesten ist Literaturnobelpreisträger von 1929 Thomas Mann mit dem Buddenbrook-Haus, dann der Friedensnobelpreisträger von 1972, der damalige Bundeskanzler Willy Brandt mit dem entstehenden Museum in der Königstraße und zuletzt der Literaturnobelpreisträger von 1999 Günter Grass. Zuletzt sei noch die wichtigste und größte Bedeutung genannt: Lübeck gilt als Stadt des Marzipans und hier vor allem das "weltberühmte" Niederegger Marzipan, das man im Café Niederegger nicht nur genießen und kaufen kann, sondern auch im 2. Stock des Cafés in der Marzipan-Ausstellung besichtigen kann.


Praktische Hinweise:


In Lübeck befinden sich an allen wichtigen Baudenkmälern auf Plastiktafeln Informationen in deutscher und englischer Sprache!




 Stadtrundgang durch Lübeck